Testbericht: „Saal Digital“-Fotobuch

Als ich von dem Angebot erfuhr, ein Fotobuch von Saal Digital zu testen, habe ich mich beworben und erhielt prompt eine Zusage. Saal Digital war mir zuvor natürlich bekannt, ich hatte aber bisher nur einzelne Fotos ausdrucken lassen. Die Qualität dabei hatte mich bereits überzeugt. Der Deal bestand darin: ich erstelle ein Fotobuch meiner Wahl, erhalte einen Gutschein im Wert von 40 Euro und schreibe dafür meine Erfahrungen nieder.

Natürlich durfte ich das Buch komplett frei gestalten, mir drängte sich aber sofort der Gedanke auf, dass unser New York-Urlaub im April Thema sein soll.

Buch: Format, Cover & Seiteneinstellungem

Es gibt verschiedene Formate zur Auswahl, ich habe mich für 28 x 28cm entschieden. Ein Format, welches ich bisher noch nie für meine Bücher bei anderen Anbietern verwendet habe. Für die Cover-Gestaltung werden verschiedene Möglichkeiten angeboten. Ich habe mich letzten Endes für ein glänzendes Cover ohne Wattierung entschieden. Wattiert hätte ich einen Aufpreis von 5 Euro zahlen müssen. Ein Ledereinband, der ebenfalls möglich wäre, wirkt sicher sehr schick für beispielsweise ein Hochzeitsbuch. Der Code, der auf den meisten Fotobüchern auf der Rückseite abgedruckt ist, lässt sich für 5 Euro zusätzlich entfernen, aber nachdem ich das fertige Buch nun in der Hand halte, bin ich froh, die 5 Euro nicht gezahlt zu haben, da der Code sehr klein unten links in der Ecke sitzt (zu sehen auf dem folgenden Bild des aufgeklappten Covers).

Für die Innenseiten habe ich mich, wie bisher immer, für eine matte Oberfläche entschieden.

Software

Die Software lässt sich ohne Probleme auf der Webseite herunterladen. Leider wurde mir bei der Installation die zusätzliche Installation von Adobe Air aufgezwungen. Ich weiß nicht, wofür ich das überhaupt beim Erstellen eines Fotobuches benötige. Des Weiteren musste man sich die zusätzliche Software auf der Herstellerseite selbst herunterladen. Hier wäre es schön, wenn man es direkt aus dem Fotobuch-Software-Installer heraus laden könnte. Aber zum Glück installiert man die Software nicht jedes Mal neu. Anschließend machte ich mich an das Erstellen des Buches. Zuerst wählte ich mein gewünschtes Format und die Cover-Optionen (glänzend, etc.). Dann konnte ich wirklich beginnen.

Bedienung, Vor- und Nachteile der Software

Allgemein lässt sich die Software intuitiv bedienen. Fotos lassen sich auswählen und in der Ordnerübersicht wird angezeigt, welche Fotos bereits verwendet werden innerhalb des Buches. Beim Einfügen eines Bildes wird die Qualität entsprechend der gewünschten Druckgröße angezeigt. Weitere Seiten können, wie auch bei anderer Fotobuchsoftware üblich, einfach während des Bearbeitens hinzugefügt werden. All dies sind Optionen, die die meisten Fotobuchhersteller in ihrer Software anbieten.

Ganz große Pluspunkte hat die Software für mich gesammelt durch die Möglichkeit, ein Raster in verschiedenen Größen (inklusive eigener Größe) einzublenden und die Bilder direkt an dem Raster ausrichten zu können. Ich mag es sehr genau und habe gern exakt gleiche Abstände auf allen Seiten; da kommt der Perfektionist in mir durch. Bei anderer Software war das bisher immer nur umständlich umsetzbar.

Ein weiterer großer Vorteil der Software besteht darin, die Vorschau des eigenen Produktes nicht nur in der Software direkt anzeigen sondern auch ein PDF erzeugen zu können. Das PDF hat nicht die höchste Detailstufe und über allen Seiten steht groß „Vorschau“, aber ich konnte so das Buch an 1-2 Leute vorab schicken zum Korrektur“lesen“.

Einige kleine Kritikpunkte ließen sich dennoch auch finden. So kenne ich es von anderen Anbietern beispielsweise, dass auf die auf meinem System installierten Schriftarten zurückgegriffen werden kann. Ich bin zwar fündig geworden in der bereitgestellten Auswahl, hätte aber dennoch optional für weitere Bücher diese Möglichkeit. Des Weiteren verrutschte mir ab und an ein Objekt (Bild, Schrift) leicht, sobald ich es nur zur Auswahl anklicken wollte. Hier wäre es gegebenenfalls wünschenswert, das Objekt mit einem ersten Klick auswählen und dann erst bewusst mit einem weiteren Klick verschieben zu können. Aber das ist sicher Geschmackssache und stellt für mich kein k.o.-Kriterium dar.

Bestellung und Lieferung

Der Bestellvorgang ging schnell und einfach. Hochgeladen habe ich das Buch an einem Mittwoch Abend. Man hat die Möglichkeit, einen Link zum Buch zu erhalten, den man dann weitergeben kann an beispielsweise Familie oder Freunde, damit diese sich das Buch im Internet anschauen und gegebenenfalls direkt selber bestellen können. Schon einen Tag nach meiner Bestellung erhielt ich bereits eine Mail mit der Info, dass das Buch jetzt für den Versand vorbereitet wird. Die Mail enthielt ebenfalls die DHL-Sendungsnummer. Geliefert wurde das Buch dann am darauffolgenden Montag. Das ging fix. Es war gut und stabil verpackt.

Preis

Der Preis für mein Buch im schönen quadratischen Format von 28 x 28cm mit 52 Seiten betrug 58,15 Euro zuzüglich Versand.

Ergebnis

Ich bin mit dem Buch sehr zufrieden. Die Farben und Schärfe werden originalgetreu wiedergegeben. Das Buch selbst liegt gut in der Hand und macht einen sehr wertigen Eindruck.

Fazit

Ich kann die Fotobücher von Saal Digital empfehlen. Die Software könnte 1-2 kleinere Anpassungen vertragen, aber die Vorteile durch das Raster und die PDF-Vorschau überwiegen. Die Lieferung war fix und ich bin mit dem fertigen Buch und dessen Qualität sehr zufrieden.

Wer noch mehr Bilder aus New York sehen möchte: hier geht es zum Album.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.