Marokko

April 2017

Im April 2017 waren wir wieder einmal in Marokko. Unsere Reise startete im Norden in Tanger mit Ausflügen zum Cap Spartel – dem nordwestlichsten Punkt Afrikas – und der Herkulesgrotte.

Tanger

Tanger ist die Stadt, in der Paul Bowles, ein begnadeter US-amerikanischer Schriftsteller (u.a. „Himmel über der Wüste“) über 30 Jahre lebte und 1999 schließlich dort starb. Viele seiner Werke sind inspiriert von Marokkos Norden und erzählen Geschichten aus dem Leben. Da ich Fan seiner Bücher bin, war für mich auch besonders das American Legation Museum interessant, in dem es einen Paul Bowles-Raum gibt.

Chefchaouen

Besonders angetan hat es uns auf unserer Reise das kleine Städtchen Chefchaouen im Rif-Gebirge im Norden dieses wunderschönen Landes. Auch genannt „die blaue Perle“ aufgrund der blauen Farbe an den Häuserwänden und auf den Wegen in der Medina, rückt sie immer mehr in den Fokus von Touristen. Es gibt nicht wirklich DIE Sehenswürdigkeit, aber wenn man sich einfach treiben lässt, die gefühlt tausend Katzen überall herumstreunern und entspannen sieht, ja, dann findet man Gefallen. Und ich hatte hier die beste Tajine seit Ewigkeiten! Klarer Tipp: das „Chez Fouad„.

Rabat

Weiter ging es dann in die Hauptstadt Marokkos und unsere erste Königsstadt auf dieser Reise. Rabat ist das  administrative Zentrum des Landes und hat, neben der – im Vergleich zu Marrakesch beispielsweise – kleinen Medina viel sehenswertes zu bieten. Viel besucht ist das Areal um den Hassanturm – Hassan-Moschee und Mausoleum Mohammed V.

Salé

Salé, direkt neben Rabat liegend und nur durch den Fluss Bouregreg voneinander getrennt, wird oft von Touristen vernachlässigt. Überquert man den Fluss, so ist man als Tourist fast allein. Doch die Medina verfügt über ein kleines Schmuckstück: die alte Medersa (Koranschule) „Abou El Hassan“ aus der Merinidenzeit, erbaut im 14. Jahrhundert.

Casablanca

„Schau mir in die Augen, Kleines“ – das ist wohl der erste Spruch, der einem in den Sinn kommt, hört man Casablanca. Doch die Wirtschaftsmetropole am Atlantik hat mit dem Film so viel gemeinsam wie mit der Sahara. Nichts. Größtes Wahrzeichen der Stadt ist die 1993 fertiggestellte Hassan II-Moschee, erbaut auf dem Ozean. Das Bauwerk, das sogar aus dem Flugzeug zu sehen ist, gilt als die drittgrößte Moschee der Welt. In der gigantischen Gebetshalle finden bis zu 25.000 Gläubige Platz. Das aufschiebbare Dach, durch das man aus der Gebetshalle heraus das Minarett sehen kann, ist nur eine der vielen Spielereien, die sich die Architekten da ausgedacht haben.

Große Besondersheit: die Moschee kann viermal täglich auch von Nicht-Muslimen betreten werden (geführt). Ein Besuch ist unbedingt empfehlenswert!

Marrakesch

Natürlich durfte Marrakesch nicht auf unserer Reise fehlen, fühlen wir uns hier doch mittlerweile fast wie zu Hause. Wie immer haben wir in unserem Stamm-Riad Dar Tamlil mitten in der Medina geschlafen, uns durch die Gassen treiben lassen und den Trubel in der Medina, auf dem großen Platz „Djemaa El Fna“ oder den Gärten der Koutoubia-Moschee beobachtet. Für mich mittlerweile zum „Pflicht-Termin“ geworden ist der Besuch der wunderschönen Koranschule „Medersa Ben Youssef“.